Untersuchung zu Berliner Großsiedlungen mit Erstellung von 24 Einzelprofilen der Großsiedlungen und vertiefender Untersuchung der Lebensqualität in vier ausgewählten Großsiedlungen

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen will die Berliner Großsiedlungen stärken. Dafür stellt sie seit 2020 Mittel für 24 Berliner Großsiedlungen außerhalb des S-Bahn-Ringes in zehn Bezirken bereit. Das IfS wurde beauftragt, eine Untersuchung der Siedlungen durchzuführen.

Erstellt wurden Einzelprofile für alle 24 Siedlungen der Förderkulisse, die auf Daten- und Dokumentenanalysen sowie Begehungen beruhen. Sie geben einen Überblick über die stadträumliche und soziale Situation, Entwicklungstendenzen sowie Potenziale und Herausforderungen. Grundsätzlich hat sich gezeigt, dass sich die untersuchten Siedlungen rund 50 Jahre nach ihrer Entstehung trotz punktueller Defizite in einem überwiegend akzeptablen baulichen Zustand befinden. Für vier Siedlungen wurde eine vertiefende Untersuchung zu Lebensqualität und Handlungsbedarfen durchgeführt. Dafür wurden Interviews mit Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen in der Verwaltung, bei sozialen Trägern, Kirchen und Wohnungsunternehmen geführt und analysiert.

Im Ergebnis wurden Defizite insbesondere im Bereich von Treffpunkten für Menschen unterschiedlichen Alters festgestellt. In Wohngebäude und Freiräume ist in vielen Siedlungen in den letzten Jahren investiert worden, in einzelnen Siedlungen gibt es Aufwertungsbedarfe. Die Einschätzung des sozialen Zusammenhalts und des Engagements von Bewohner*innen im Quartier variiert zwischen den vertieft untersuchten Siedlungen. Vor dem Hintergrund hoher Gebietsbindung der angestammten Bewohnerschaft in überdurchschnittlichem Alter zeigen sich in einigen Siedlungen soziale Herausforderungen bei der Bewältigung des Generationswechsels.

Förderprogramm Stärkung Berliner Großsiedlungen